Eugenische Indikation

Die derzeit gültige Gesetzeslage des Strafgesetzbuches sieht vor, das die bekannte "3-Monats-Frist" für eine Abtreibung bei einer diagnostizierten Behinderung des Fötus nicht gilt. Ein behindertes Kind darf bis zum neunten Schwangerschaftsmonat abgetrieben werden, wenn der Verdacht auf eine ernste Gefahr besteht, das das Kind körperlich oder geistig geschädigt ist.

Aufgrund der Gesetze ist es möglich Menschen zu selektieren. Es geht dabei nicht nur um Missgebildete oder schwer Behinderte Kinder die durch die Spätabtreibung selektiert werden, sondern auch um Abtreibungen, aufgrund jeglicher Form der Abweichung von medizinischen Normen. Der Widerspruch ist ebenfalls in den Gesetzen vorhanden, denn dort wird ausdrücklich eine Diskriminierung aufgrund einer Behinderung untersagt. Ein behinderter Mensch darf also in unserer Gesellschaft laut Gesetzen ermordet aber auch gleichzeitig nicht Diskriminiert werden!

Das Problem an der Thematik ist wohl, das allgemein die Meinung herrscht, man müsste heutzutage kein Behindertes Kind zur Welt bringen, da man ohnehin die Möglichkeit einer Abtreibung hat. Man sollte Kinder annehmen so wie sie sind und sie nicht hochhalten um genau zu prüfen, ob sie in unser heiles Familienbild passen.

Die Spätabtreibung wird deshalb als "Eugenische Indikation" bezeichnet, da sie als eine "Maßnahme" der allgemeinen Volksgesundheit angesehen wird und damit in unmittelbarer Tradition der so genannten "eugenischen Ideologie" der Verbesserung der "menschlichen Rasse" steht.

Die Meinungen über Spätabtreibungen gehen weit auseinander. Eine Seite ist der Meinung, man könne keine Frau zwingen ein behindertes Kind zur Welt zu bringen, die andere Seite sieht dies schlicht und einfach als Mord an. Wer weiß, wie eine Spätabtreibung von statten geht, der sollte kurz innehalten und darüber nachdenken, zu welcher "Seite" er gehört. Diejenigen die darüber gar nicht genau Bescheid wissen "möchten" und um sich schreien, das man "heutzutage" keine Behinderten Kinder mehr bekommen sollte, ist schlichtweg nur dumm. Ich weiß, das dies für einige hart klingt, jedoch habe ich als Mutter eines Schwerstbehinderten Kindes das Recht meine Meinung zu äußern, denn auch meine Tochter fällt in die Kategorie "Abtreiben ist besser als zur Welt zu bringen" und ich glaube nicht, das ich auf die "andere Seite" gehöre!

Für mich ist eine Abtreibung nach dem dritten Monat Mord und nichts anderes. Ich möchte Dir eine Seite ans Herz legen, dort erfährst Du alles über Spätabtreibungen, Gesetze und dem kleinen Tim, der seine eigene Abtreibung überlebt hat: www.tim-lebt.de

Spätabtreibung, der offizielle Babymord!

Man möge mir die offene Art, Texte zu schreiben verzeihen. Bei diesem Thema kann und will ich weder beschönigen noch verharmlosen. Es ist jedem selbst überlassen, ob er einen Blick auf die Tatsachen wirft oder ob er wegsieht. Wir dürfen es nicht den berühmten drei Affen gleichmachen: nichts sehen, nichts hören - nichts sprechen! Würden wir dies machen, wären wir alle mitschuldig an dem bunten Treiben, das sich vor unseren Augen abspielt.

Vielen ist nicht bewusst, was eine Spätabtreibung bedeutet. Das Gesetz sagt uns, das man während der gesamten Schwangerschaft ein behindertes Kind - selbst wenn nur der Verdacht besteht - abtreiben kann. Offiziell wird nur von den Abtreibungen behinderter Kinder bis zur 22. Schwangerschaftswoche erzählt. Die Zahlen der Abtreibungen, sprich Tötungen nach der 22. Schwangerschaftswoche gehen jedoch ins Unermessliche.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein behindertes Kind abzutreiben. Die erste Möglichkeit ist die Tötung mit einer Giftspritze ins Herz durch die Bauchdecke der Schwangeren. Das Herz hört binnen Sekunden auf zu schlagen und die Mutter muss das Kind meistens auf natürliche Art zur Welt bringen. Wohlwissend, das sie ein Totes Kind im Bauch hat und hoffend, das alles möglichst schnell vorbei ist. Die Geburt ist oft schwieriger als bei lebenden Kindern, denn das Kind ist nur noch ein lebloser Körper der in die Welt gepresst wird. Möglichkeit Nummer zwei ist die mit Wehenstimmulierenden Medikamenten eingeleitete Geburt. Das Kind wird zur Welt gebracht, in eine Decke gewickelt und es wird gewartet, bis es von selbst stirbt.

Kaum zu glauben, der Kampf ums Überleben dauert oft Stunden, kämpft das Kind so sehr ums Überleben das die Ärzte doch noch einschreiten und das Kind nach unzähligen Stunden doch versorgen, sind die Schädigungen des Kindes oft noch höher als wenn es gleich nach der Geburt versorgt worden wäre! Einige Kinder "überleben" ihre eigene Abtreibung und die Spätfolgen durch dieses "Massaker" sind oft unvorhersehbar schlimm.

Ich habe mit Müttern gesprochen, die einen Abbruch hatten, da der Arzt eine schwere Behinderung diagnostiziert hatte - viele Kinder waren trotz genauer Schwangerschaftsuntersuchungen gesund! Ich habe mit Müttern gesprochen, die ihr Behindertes Kind zur Welt brachten, obwohl ein Arzt zur Abtreibung geraten hat - sie waren Dankbar für jede Minute die sie mit ihrem Kind hatten, jede Minute in der sie sich verabschieden konnten!!

In Belgien werden behinderte Neugeborene mit Lebensverkürzenden Schmerzmitteln regelrecht hingerichtet. Dies geschieht oft auf den "Wunsch" der Eltern. Oft werden angefangene Behandlungen kranker Kinder einfach abgebrochen oder sie werden einfach getötet. Viele Ärzte behaupten, das sie das Leben der Kinder beendet haben, da die "Lebensqualität" nicht ausgereicht hätte. Auch in Holland gibt es die Frühsterbehilfe, dort werden die Kinder schlicht und einfach nach der Geburt getötet! Mit Bestrafungen seitens der Behörden ist nicht zu rechnen.

Die "Eugenische Indikation" ist uns wohl noch von Hitlers Zeiten geblieben. Dieser wollte ein reines, heiles Deutschland - damals wurde in den Schulen unterrichtet, das ein behinderter Mensch sehr viel Geld kostet und statt einem behinderten fünf gesunden Menschen geholfen werden sollte. Hitler wird auch heute noch unterstützt. Vom Staat, von den Ärzten, von den Eltern. Man könnte beispielsweise auch das kleine Kind auf die Welt bringen und in ein Heim geben - dort erfährt es allemal mehr Liebe als schon vor oder kurz nach der Geburt ermordet zu werden.

Im Jahre 1940 gab es im so genannten "Dritten Reich" ca. 30 Mordstationen auf denen behinderte Kleinkinder und Neugeborene ermordet wurden. Damals wurden den Eltern erzählt, das alles Mögliche für die Kinder getan wurde! Früher hat man also gelogen, in der Gegenwart werden die Kinder offiziell getötet. Steht eine "normale" Abtreibung zur Debatte, wird laut Gesetz eine Beratung/Bedenkzeit vorgeschrieben. Aber unter dem Motto "wenn man ein gesundes Kind abtreiben kann, warum nicht auch ein krankes" ist die Abtreibung ohne ausführliche Beratung oder gar eine Bedenkzeit während der ganzen Schwangerschaft erlaubt.

Es gibt Hebammen die erzählen, das sie verpflichtet sind, Anzeichen einer Lebendgeburt niederzuschreiben. Vielen wird von den Ärzten verboten dies zu machen und sie müssen widerrechtlich die Lebendgeburt in eine Todgeburt umwandeln, damit ja schön Dokumentiert wird, das der Arzt mit "nicht lebensfähig" recht hatte. In Deutschland haben sich bereits Hebammen organisiert um dem Wahnsinn ein Ende zu machen. Hebammen erzählen auch, das sich die Mütter die Geburt einfach vorstellen. Man gehe in das Krankenhaus, bringe das ungewollte Kind zur Welt und verlässt es nach ein paar Stunden wieder. Dem ist nicht so. Eine Geburt kann mehrere Tage dauern, begleitet von Schmerz und Angst. Und das ganze wird vom Staat auch noch unterstützt, indem man an Gesetzen festhält und diese noch von vielen unterstützt werden!

Es ist paradox, das auf der Frühchenstadion um Frühgeborene im sechsten Monat gekämpft wird und gleichzeitig wird auf der Geburtsstadion ein behindertes Kind im 7. Monat ermordet. Das ein Frühgeborenes Kind mit allen Mitteln durchgebracht wird, auch auf die Gefahr hin das es Schädigungen zurückbehält oder behindert sein kann, ist ein extremer Widerspruch!

Die Natur ist nicht "perfekt"! Und wer macht schon das perfekte Bild von dem perfekten Menschen? WIR! Und wir alle können dazu beitragen, das behinderte Menschen in unserer Gesellschaft so aufgenommen werden, wie sie sind. Es ist auch zu erwähnen, das nicht "nur" schwer Missgebildete Kinder ermordet werden, sondern auch Kinder mit Down Syndrom oder leichteren Behinderungen. Das furchtbare daran ist, das alleine nur der Verdacht genügt. Die Ärzte in ihren weißen Kitteln sind weder fehlerfrei, noch dürfen sie Gott spielen. Viele gesunde Kinder werden ermordet, da sich der Arzt geirrt hat - den Eltern wird das gesunde Kind meistens verschwiegen.

Es gibt sicherlich ein paar wenige Ausnahmen, wie gesagt, unsere Natur ist nicht perfekt und es werden in wenigen Schwangerschaften auch "Kinder" gebildet, bei denen weder Kopf noch Körper sichtbar ist, da die Zellen verrückt gespielt haben. Aber von derartigen Missbildungen spreche ich nicht, ich spreche von den Kindern, die "lediglich" nicht so sind, wie das heile Bild das wir alle gerne haben möchten. Es liegt an jedem selbst, ob er das erlaubte Morden unterstützt, oder ob er sich laut und deutlich dagegen ausspricht. Ein kleiner Anfang sind sicherlich die wenigen existierenden Webseiten die dieses Thema aufgreifen ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Selten wird etwas von dieser Thematik im Fernsehen oder in anderen öffentlichen Medien berichtet. Warum? Ach das Leben ist doch schöner, wenn man sich darüber ausschweigt!

Das Morden soll endlich ein Ende haben! Bei alten oder schwerkranken Menschen die den sehnlichsten Wunsch haben und ausdrücklich darum bitten, sterben zu dürfen, wird herumdiskutiert! Kinder, die nicht eine Chance bekommen um zu leben, werden versteckt und in einem Restebehälter entsorgt. Da stellt sich doch die Frage, was mit all den Menschen passiert, die durch einen Unfall behindert werden? Vorher gesund und von der Gesellschaft aufgenommen, nach dem Unfall nicht Lebensfähig - geht der Mord hier weiter? Mal angenommen eine Familie hat ein gesundes Kind, dieses läuft im Alter von drei Jahren vor ein Auto und hat nach dem Unfall eine schwere Hirnschädigung: Darf es weiterleben oder bringt man es am besten gleich um?? Ich weiß, das dies harte Worte sind, aber es sind Tatsachen vor denen wir alle nicht die Augen verschließen dürfen.

Wenn man sich entscheidet ein Kind zu zeugen, dann sollte man sich bewusst machen, das man dieses Kind so annehmen MUSS, wie es schlussendlich geboren wird. Hat es rote Haare, braune, Junge oder Mädchen - das alles können und sollen wir nicht beeinflussen. Kein Mensch hat die Garantie nur gesunde Kinder zeugen zu können. Und sind die Kinder wirklich gesund, dann hat auch kein Mensch die Garantie, das die eigenen Kinder auch gesund bleiben. Wer kein Risiko eingehen möchte, sollte sich sterilisieren lassen und wirklich Kinderlos bleiben. Hart - aber wahr! Wir alle sind ein Teil der Natur und die Natur ist keinesfalls so perfekt wie wir das oftmals gerne hätten.

Sollte ich nun jemanden mit diesem Thema schockiert haben, so bin ich froh darüber. Nur so wird darüber gesprochen und nur auf dem direkten Weg finden die ermordeten Kinder oder die zukünftigen Todeskandidaten Beachtung. Du sollst nicht töten - 5. Gebot. Den zukünftigen behinderten und kranken Kindern wäre geholfen, wenn man dieses Gebot auch beachten würde.